Pressespiegel - Fremd Gehen


Verbrecherball im Haus der Sinne

Antje Rávic Strubel hat etwas zu erzählen, und sie erzählt es gut. Bereits mit ihrem ersten Roman, Offene Blende, im Frühjahr letzten Jahres erschienen, zeigte sie sich als hochbegabte Autorin, deren stilistische Ambitionen ihr keineswegs zum Nachteil ausschlugen. Sie hatte die Latte hoch gehängt und nahm sie mit Bravour. Noch im selben Jahr folgte der Episodenroman Unter Schnee. Nun hat Strubel einen psychologischen Krimi vorgelegt, den sie beziehungsreich als „Nachtstück“ bezeichnet, und dessen kühle Raffinesse sich bereits im Titel ankündigt: Fremd Gehen. Es ist ein manipulativer Titel: Man schiebt die Wörter automatisch zusammen, als seien sie ein Teleskop, durch das sich schärfer sehen lässt....
Meinolf Reul, Buchhändler


Ein Ohrläppchen im Kanal

In Antje Ravis Strubels verschlungenem Wintermärchen "Fremd Gehen" liegt Kreuzberg am Meer
In Antje Ravic Strubels drittem Buch geht es zu wie in den vertrackten Bildern von H.C Escher: Stets wird man bei dem, was man für "die Wirklichkeit" hält, an der Nase herumgeführt. Die Logik von Raum und Zeit wird dabei so gründlich auf den Kopf gestellt, dass man leicht die Orientierung verliert in einer Kunstwelt, in der die Realität nichts, die Konstruktion dagegen alles ist....
Natascha Freundel, Berliner Zeitung


Schwimmt eine Leiche im Landwehrkanal

Antje Rávic Strubels Nachtstück "Fremd Gehen" zehrt von Berliner Paranoia und romantischen Sehnsuchtsmotiven
 
Der Roman als Planspiel und Parallelaktion, changierend zwischen Illusion und Wirklichkeit, zwischen Spannungsmomenten und psychologischer Fallstudie - fürwahr kein simples Unterfangen, das die Berlinerin Antje Rávic Strubel in ihrem "Nachtstück" mit dem Titel "Fremd Gehen" auf sich genommen hat. Es ist eine düstere Geschichte, in der die Schatten der Vergangenheit die Gegenwart schmerzhaft überlagern. Die Autorin hat eine Geschichte entworfen, die sich in Zeit- und Handlungsstrukturen verzahnt und sich vordergründig um einen mysteriösen Leichenfund rankt, aber auf einer zweiten Ebene diese Vorgänge in den Mittelpunkt eines literarischen Projekts zweier Frauen stellt.
Thomas Kraft, Stuttgarter Zeitung

Über ein Nachstück von Antje Rávic Strubel

Mit "Fremd Gehen - ein Nachtstück" legt Antje Rávic Strubel ihr drittes Buch binnen zweier Jahre. Die 28jährige Schriftstellerin, Kanutin, Skifahrerin und Tangotänzerin hat bereits eine steile literarische Karriere hinter sich. Strubels früher Ruhm rechtfertigt sich durch ein außergewöhnliches Sprachgefühl, dass sich bereits in ihrem Debut-Roman "Offene Blende" offenbarte.
Auch "Fremd Gehen" ist - stilistisch gesehen - ein Genuss. Banal gesagt: Es macht einfach Spaß, der Autorin von Satz zu Satz zu folgen.
Achim Wagner, booksports.de

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