Offene Blende

„Man sollte die ›Offene Blende‹ sehr aufmerksam lesen. Im Spiel mit fotografischen Begriffen hat die Autorin die Blende ganz weit offen, zoomt Gefühle und deckt, in ihrer literarischen Dunkelkammer, emotionale Tiefenschärfe mitunter mit rationaler Unschärfe ab. Am stärksten aber ist der Text in seiner Jugendfrische, mit dieser Lust auf Leben.“
Thüringer Allgemeine Zeitung

"Seit Uwe Johnson hat kein deutscher Autor den Rhythmus und die Geheimnisse von New York so überzeugend aufs Papier gebannt wie die junge Potsdamerin."
Denis Scheck, Focus

1987 ist sie weggegangen aus ihrem Land, weil sie mehr Freiheit brauchte, als es dort gab. Aber bei dem Mann, den sie angeblich heiraten wollte, traf Christiane nie ein. Statt dessen lebt sie illegal in New York und schlägt sich als Kellnerin durch. Dann begegnet sie Jeff, der sie an ihren eigentlichen Ehrgeiz und ihre Begabung erinnert. Unter großen Opfern bauen sie eine Experimentierbühne auf.

Acht Jahre später hat sich alles geändert: Die Mauer ist weg. Auf der Suche nach einem wahrhaftigen Bild kommt die Fotografin Leah aus Westdeutschland nach New York. Als sie der eleganten Amerikanerin Jo begegnet, springt der Funke des Begehrens blitzartig über. Aber die Amerikanerin umgibt ein Geheimnis. Sie lässt sich nicht fotografieren. Immer wieder verschwindet sie hinter den Kulissen eines Theaters im Village. Sind die Amerikanerin Jo und Christiane ein und dieselbe Person?

Beharrlich entzieht sie sich Leahs Werben, auch wenn ihr das Doppelleben bald unmöglich wird. Die Entwicklung holen Christianes Geheimnisse ein, und mit der Freiheit zu vergessen findet Leah schließlich ein Bild, das bleibt.

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