Unter Schnee

"Unter Schnee" ist so überzeugend geschrieben, daß man meint, man höre, rieche, schmecke den Schnee.
Katja Druivenga, Radio Ostfriesland

Wenn Strubel das Tranchiermesser ihrer Sprache ansetzt, kommt die Unmöglichkeit der Liebe, die Last verfehlter Ziele, die Schwermut, kein anderer sein zu können zum Vorschein. Unendlich traurig ist das. Unendlich wahrhaftig.
Applaus, München

Der eigentliche Held dieses entzückenden Episodenromans ist der Ort Harrachov, dessen Einwohner sich schwejkhaft mit der postsozialistischen Realität arrangieren.
Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau

Der Episodenroman "Unter Schnee" verbindet dreizehn Geschichten miteinander, die in Harrachov spielen, einem kleinen Skiort im Riesengebirge. Obwohl die rapide Verwestlichung im Wende-Chaos der Neunziger Jahre auch hier bereits begonnen hat, liegen die Spuren, die das sozialistische Regime in der Erinnerung der Einwohner hinterließ, noch deutlich zutage und sind aus dem Leben und dem Alltag der Leute nicht wegzudenken: Der Postbeamte Erik inspiziert noch immer die Briefe, obwohl der alte Geheimdienst längst entlassen ist. Der Barkeeper erpreßt einen westdeutschen Investor, um sich den Traum einer Weltreise zu erfüllen. Adina, der letzte Teenager im Ort, sucht nach neuen Selbstentwürfen im Internet. Durch die wechselnden Perspektiven der Einwohner gewinnen Evy und Vera Kontur, zwei Frauen aus Deutschland, die für eine Woche zum Skifahren hierher gekommen sind. Ihre Beziehung ist angeknackst und droht gänzlich zu zerbrechen, als ein Schneesturm aufkommt, der sie an ihre Ferienhütte fesselt. Das Buch entfaltet sensibel die Liebesgeschichten der beiden Frauen und erzählt darüber hinaus vom Untergang einer Gesellschaft und von der Suche nach dem, was dann bleibt.

 

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